Selbstverbrauch - unabhängiger und sparsamer
stand 2026
Die Photovoltaik-Überschusseinspeisung (auch Teileinspeisung genannt) ist das gängigste Betriebsmodell für private PV-Anlagen auf Wohngebäuden.
Dabei wird der erzeugte Solarstrom vorrangig selbst verbraucht, und nur der nicht benötigte Rest wird in das öffentliche Stromnetz eingespeist.
Hier ist eine detaillierte Beschreibung des Konzepts:
1. FunktionsweisePriorität Eigenverbrauch:
Produziert die Anlage Strom (z.B. mittags), fließt dieser zuerst zu den eingeschalteten Geräten im Haushalt (Waschmaschine, Kühlschrank, Wärmepumpe).
Speichern (Optional):
Ist mehr Strom vorhanden, als der Haushalt benötigt, lädt dieser überschüssige Strom idealerweise einen Batteriespeicher auf.
Einspeisung:
Ist der Speicher voll und die Produktion immer noch höher als der Verbrauch, wird der "überschüssige" Strom automatisch durch einen Zwei-Richtungs-Zähler in das öffentliche Netz geleitet.
2. Vergütung und Rentabilität
Einspeisevergütung:
Für den eingespeisten Strom erhält der Anlagenbetreiber eine festgelegte Vergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), die für 20 Jahre garantiert ist.
Aktuelle Vergütung: Ab Februar 2026 beträgt die Einspeisevergütung für Überschusseinspeisung bei Neuanlagen ca. 7,78 Cent/kWh (Stand: Februar-Juli 2026).
Ersparnis:
Die Hauptrentabilität entsteht dadurch, dass teurer Netzstrom (derzeit ca. 30–40 Cent/kWh) durch kostenlosen Solarstrom vom eigenen Dach ersetzt wird.
3. Vorteile der Überschusseinspeisung
Maximale Kosteneffizienz:
Eigenverbrauch ist rentabler als Einspeisung, da die Differenz zwischen gespartem Strompreis und erhaltener Vergütung groß ist.
Hohe Unabhängigkeit: Reduzierung der Abhängigkeit von Stromversorgern und steigenden Strompreisen.
Automatisierung: Die Steuerung zwischen Verbrauch, Speicherung und Einspeisung erfolgt vollautomatisch.
4. Technischer Rahmen
Zwei-Richtungs-Zähler:
Dieser Zähler ist zwingend erforderlich, da er sowohl den Strombezug als auch die Einspeisung misst.
Smarte Steuerung:
Durch PV-Überschussladung (z.B. für E-Autos) kann der Eigenverbrauch weiter gesteigert werden, indem Geräte gezielt dann laufen, wenn viel Sonne scheint.
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